Dienstag, 13. September 2016

13.09.2016 Holz und der letzte Bismarck

Da der Wetterbericht wieder sehr warmes Spätsommerwetter vorher sagt, habe ich mich entschlossen, eine erste Session der Treppenchallenge auf den frühen Morgen zu legen. Da ich gestern früh in Plauen schlechte Erfahrungen mit den Öffnungszeiten der Türme gemacht habe, fuhr ich nach Zwickau auf den Windberg, wo auch ein Aussichtsturm steht, von dem ich hoffte, das er offen ist. Ich hatte auch richtig Glück und konnte meinen Frühsport durchführen.

Ich habe schon immer beim schwimmen das Problem, meine Bahnen zu zählen, deshalb habe ich mir schon vor Jahren eine Rundenuhr* gekauft. Diese einfache Uhr ist für meine Zwecke perfekt, ich nutze sie auch zum zählen beim Inlinern und jetzt eben auch für die Anzahl der Aufstiege.

So habe ich 30 Runden x 38 Stufen = 1140 Stufen gesamt geschafft und konnte nach dem Duschen meiner Arbeit nachgehen.

Auf dem Windberg stand ein Bismarckturm in der Nähe des jetzigen Aussichtsturmes. Dieser nicht begehbare Turm wurde 1964 abgerissen.  In der Nähe dieses Turmes wurde dann am 10.08. 1997 die Gaststätte "Zum Fernblick" im finnischen Blockhausstil neu eröffnet. Wahrscheinlich ist bei dem Bau auch der neue Turm in Höhe von 10 Metern mit erbaut worden. Der angrenzende Stadtpark mit seinen Wanderwegen lädt zu einem Spaziergang ein. Ich endteckte heute früh noch etwas zugewachsen eine kleine Säule, ich nahm an, dass es sich um einen alten Triangulirungspunkt handelt, er ist aber in den historischen Unterlagen nicht mit aufgeführt.

Ein Highlight ist sicherlich das Treffen vieler Zwickauer und Anwohner benachbarter Gemeinden zu Silvester, sieht man doch von hier aus sehr gut die Feuerwerke über Zwickau sehr gut. Bei guter Sicht kann man bis zum Auersberg (35 km) bzw. dem Fichtelberg (rund 50 km) sehen. Allerdings ist  die Sicht nur Richtung Süd-Ost gut, in die anderen Richtungen sieht man nur Bäume und Häuser.
 
Der Turm ist komplett in Holzbauweise errichtet und  wie oben berichtet führen (mehrfach gezählte) 38 Stufen nach oben . An der Spitze ist eine umlaufende Plattform, auf welcher  man die Fernsicht oder auch nur die Sicht auf das Restaurant genießen kann. Durch häufige Besitzer- oder Pächterwechsel finden sich leider kaum Unterlagen über diesen Aussichtsturm.


Es gefällt mir ausgesprochen gut, die Stufen zu rennen und je mehr ich überlege, fallen mir immer mehr Türme ein.Um möglichst viele vorstellen zu können, habe ich mir für den Nachmittag den Bismarckturm in Brockau vorgenommen.


Erbaut wurde er von 30.07.1900 bis zum 28.10.1900, also in nur 3 Monaten. Er hat eine Seitenlänge von 10,50 Metern und eine Höhe von 21 Metern. Auf der Webseite der Bismarcktürme steht zu den Stufen folgendes:

Eine freigelagerte granitene Treppe mit 62 Stufen führt zum unteren Aussichtsbereich mit drei verglasten Fenstern. Von hier aus gelangt man über eine eiserne Treppe mit 18 Stufen zur oberen Aussichtsplattform mit sechs Ausgucken zwischen den Kragsteinen. Über weitere 20 Stufen einer Metalltreppe erreicht man die Befeuerungsplattform mit einem Durchmesser von 3,80 m (die Metalltreppen haben heute 23 und 16 Stufen, die Befeuerungsplattform wurde nach 1901 zur oberen Besucherplattform ausgebaut).

Wahrscheinlich ist zählen der einfachere Weg. Ich habe gezählt:

15 x 62 Stufen = 930 Stufen
15 x 23 Stufen = 345 Stufen
  1 x 16 Stufen =  16 Stufen = 1261 Stufen.

Es geht vom Parkplatz aus ein Wanderweg zu dem Turm, an welchem direkt eine Wirtschaft angeschlossen ist. Eingebaut ist er in zwei Parkeisenbahnen, die zum Teil auch Bauten des Vogtlandes wieder integriert haben ( so zum Beispiel die Göltzschtalbrücke, die ja die größte Ziegelsteinbrücke der Welt ist). Sensationell ist die Aussicht nach allen Seiten, etwas getrübt ist der Blick von einem Mast der Telekom, welcher direkt nebenan steht.
 


Bleibt gesund, danke für lesen!!!

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