Posts mit dem Label Krankheiten werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Krankheiten werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 29. Januar 2023

KW 04/2023

2023 KW 4

Kalenderwoche 4

Um mein Training, die Ernährung und sonstiges reflektiert zu betrachten, blicke ich auf meine vergangene Woche zurück. Ich verbessere mich, wenn ich auf den vergangenen Zeitraum zurückblicke, die Lehren aus nicht so funktionierendem ziehe und aus den gelungenen Aktionen mich motivieren kann.

Nachfolgend findet Ihr Details und Bilder zu durchgeführten Läufen, Fahrradtouren, Schwimmeinheiten und was mir sonst noch die Woche über passierte. Ebenso dokumentiere ich hier mein Essverhalten. Viel Spaß beim Lesen und Bilder anschauen.

Für Fragen zum Trainingsaufbau, zur Ernährung und zu meinen Motiven sowie dem Leben mit Krebs stehe ich gerne zur Verfügung. Am einfachsten geht dies über mein Instagram Account. Ich freue mich, wenn Ihr mir folgt.

Da mein Handy defekt ist, gibt es von mir und den Aktivitäten, die ich durchführe keine Bilder. Am 2. Februar kommt Ersatz. Ich lege keinen Wert auf irgendwelche Marken und bin auch nicht bereit, mehr als 100 € für ein Telefon auszugeben. Also habe ich gewartet, bis ich auf einer Plattform ein Gerät ersteigern konnte.

Montag

Zwift, Regenerationslauf, Schoenwettersportler

Ich war entsetzt/enttäuscht, wie schnell nach zwei Wochen Urlaub

Montag, 10. August 2020

2020 KW 32

KW32 2020 Gerne nehme ich Euch mit auf meine vergangene Woche. Nachfolgend findet Ihr Details und Bilder zu durchgeführten Läufen, Fahrradtouren, Schwimmeinheiten und was mir sonst noch die Woche über passierte. Ebenso dokumentiere ich hier mein Essverhalten. Viel Spaß beim Lesen und Bilder anschauen. Ich hoffe, dass sie Euch gefallen. Für Fragen zum Trainingsaufbau, zur Ernährung und zu meinen Motiven sowie dem Leben mit Krebs stehe ich gerne zur Verfügung.

Montag

Das Pflegeheim, in welchem meine Mutter liegt, benötigte dringend diverse Unterlagen. So brachte ich diese vorbei und konnte meine Mutter überraschend besuchen. Sie freute sich sehr, dass ich so schnell nach unserem Urlaub sie besuchte. Da ich diverse Besorgungen zu erledigen hatte, war ich mit dem Auto unterwegs.

Eigentlich wollte ich einen kleinen Lauf unternehmen, aber

Freitag, 26. Juni 2020

Tag 363 (27.06.2020)

Statistik 26.06.2020 Übermorgen ist es genau ein Jahr her, das ich den Satz hörte:

„Es tut mir leid, ihnen mitteilen zu müssen, dass sie Krebs haben “


Es ist mir FAST egal wie morgen der Lauf ausgeht und ob ich ihn in welcher Zeit auch immer beende. Ich bin Gott und vielen anderen Menschen dankbar, dass ich zu großen Teilen körperlich wieder hergestellt bin. Die körperliche Heilung verdanke ich in erster Linie natürlich den Ärzten und unserem Gesundheitssystem, die viel Wissen, Medikamente, Heilbehandlungen in mich einbrachten.

Besonders Danke ich meiner Familie, die mir soviel Kraft gab. Danke Jani und Anny-Lynn für Eure Energie, den Mut sowie Geduld, Nachsicht, Toleranz und alles andere. Ich liebe Euch. Danke große Schwester für Deine Nachsicht, ich weiß, ich melde mich VIEL zu wenig.

Danke an alle Freunde, die mich immer wieder besuchten und mir Zuversicht gegeben haben. Last but not least danke an alle Kollegen, Sportkameraden, Bekannte für Nachfragen, Wünsche und alles, was ich nicht in Worte fassen kann. Ich freue mich, Euch zu kennen und mit Euch mein Leben zu teilen und zu genießen.

Ich wünsche mir von mir noch, dass ich mein lustiges Gemüt wieder zurückbekomme, dass meine Mädels sich wieder freuen, mit mir Zeit zu verbringen. Aber das schaffe ich auch noch. Genauso wie morgen den Ultramarathon.


Samstag, 18. April 2020

Frühjahr 2020

Frühjahr 2020

Allgemein

Corona

In den vergangenen Monaten hatte ich irgendwie keinen Draht zum Schreiben. Deswegen hier die Zusammenfassung des kompletten ersten Quartals. Es sind durch den Corona-Virus einfach zu verrückte Zeiten. Was man heute schreiben wollte, war so schnell wieder überholt, dass sich das Schreiben nicht mehr lohnte. Trotzdem habe ich die Zeiten reflektiert und sehr oft versucht, die negativen Nachrichten nicht an mich heranzulassen. Ich dachte am Anfang, dass ja jede Grippe schlimmer ist, die Argumente der Fachleute überzeugten mich jedoch schnell. Ich bin sehr schnell zu einer radikalen Ausgangssperre umgeschwenkt.

Allgemeines

Viele sollen durch die weggefallenen Wettkämpfe Motivationsprobleme haben, das kenne ich zum Glück nicht. Die Gründe dafür sind:

Sonntag, 15. Dezember 2019

Kur

Kuraufenthalt Im Rahmen der Krebsbehandlung steht den Betroffenen nach Abschluss der Chemotherapie und Bestrahlung steht eine Anschlussheilbehandlung (AHB)  sowie eine Rehabilitationskur zu. Meine AHB sollte in der sächsischen Fachklinik in Kreischa sein, ich hatte jedoch Bedenken zu dem Kurort. Meiner Meinung nach ist die Seeluft zur Erholung speziell der Atemorgane besser geeignet, als ein Ort zwischen dem böhmischen Braunkohlegebiet und Dresden. Eigentlich wollte ich an die Ostsee. Da die Kliniken an der Ostsee zwischenzeitlich die Krebsbehandlung eingestellt haben, wählte ich aufgrund der Bewertungen die Sonneneckklinik in Wyk auf Föhr als meinen Wunschort.

Dienstag, 12. November 2019

November 2019

November

Allgemein

Gesundheit

Dank der Unterstützung meiner Familie, Freunde, Ärzte und meiner Heilpraktikerin habe ich nach der Chemotherapie und Bestrahlung neben meiner Schulter nur noch mit vielen kleineren Baustellen zu tun. Dies sind zum einen die Schleimhäute. Im Mund trocknen sie weiterhin extrem schnell aus. An den Lippen reißen sie ein, wenn ich sie nicht mindestens 4 – 5 mal täglich eincreme. Bei meiner Nase ist dies genau das Gleiche. In den Bereichen, in denen ich bestrahlt wurde, ist die Haut immer noch extrem gereizt.

Donnerstag, 31. Oktober 2019

Oktober 2019

Übersicht Oktober 2019

Oktober 2019

Gesundheit

Inzwischen liegen alle Chemotherapien und Bestrahlungen hinter mir und ich habe ich diese relativ gut überstanden. Natürlich ist noch nicht alles beim alten, aber ich bin bei der Rückkehr in ein „normales“ Leben.

Verschiedene Folgen der ganzen Behandlungen und Eingriffe habe ich noch und arbeite sehr intensiv an der Abstellung.

Samstag, 12. Oktober 2019

Tag 110

Geschafft!

Die ganzen Bestrahlungen und Chemotherapien liegen nun hinter mir. Dabei ging es mir nahezu die ganze Zeit wirklich gut. Der Hammer kam dann bei der vorletzten Chemotherapie, ich fühlte, wie die Kraft und die Lebensfreude mit einem Schlag weg waren und ich saft- und kraftlos dahin schlich.

Dies ging die ganze folgende Woche noch so, aber da hatte ich dann glücklicherweise nur noch drei Bestrahlungen. Mein Tagesablauf an den Tagen war:
  • Ausschlafen
  • Frühstück
  • Vormittagsschlaf
  • Bestrahlung
  • Mittagessen
  • Mittagsschlaf
  • Abendbrot
  • Schlafen
Die letzten Tage ging dann das Essen wesentlich schlechter (aber es ging!), sodass ich noch einmal Gewicht abgebaut habe.. Sicherlich trug dies zu meiner Schlappheit mit bei. Da ich unter die von mir gesetzte Grenze von 70 Kilogramm gekommen bin, habe ich mit hochkalorischer Zusatznahrung versucht, den Gewichtsverlust in Grenzen zu halten.
 
An Sport war in dieser Phase nicht zu denken, regelmäßig eine Runde spazieren gehen war mir noch möglich. Sicherlich wäre Sport zu meinem Ernährungsplan kontraproduktiv gewesen. Ich habe in diesen Tagen gelernt, dass mein Körper unheimlich Energie benötigt, um zu heilen.

Von meiner letzten Bestrahlung habe ich ein kleines Erinnerungsvideo gedreht, entschuldigt bitte die Qualität, es war in dem Raum sehr dunkel.

Zwischen den Szenen liegen immer mehrere Minuten, in den Berechnungen durchgeführt werden, der Tisch im Millimeterbereich neu positioniert wird usw. Diese habe ich rausgeschnitten.

Danke an dieser Stelle an die Ärzte und Schwestern, die mir dieses Video ermöglicht haben.



Inzwischen sind zwei Wochen vergangen, ich fühle mich besser und besitze  mehr Kraft und Energie. So beginne ich nun mit dem Training, in erster Linie wird dies Kraft sein. Speziell mein linker Arm ist immer noch stark eingeschränkt. Ein erster Lauf wird aber nicht mehr lange auf sich warten lassen. Ich freue mich schon richtig darauf.

Da mein Rachenbereich zu lädiert war, schwenkte ich in meiner Ernährung zwischen Einback (sehr empfehlenswert) und allen Eivarianten (blanchiert, gekocht, gebraten, gerührt, gebacken....) nicht so richtig im Vollwertkostbereich. Dahin komme ich jetzt so langsam zurück. Sobald die Waage wieder 72,5 Kilogramm anzeigt, werde ich die Zusatzkost einstellen.

Die Wunden im Hals versorge ich mit diversen Mundspüllösungen, die Lippen und Nasenschleimhäute werden mit diversen Cremes versorgt. Für die verbrannte Haut habe ich eine Pflegecreme empfohlen bekommen und nutze diese. Die Mittel, welche mir meine Heilpraktikerin empfohlen hat, nehme ich selbstverständlich weiter.

Ausblick 

Nach zwei Einsprüchen ist nun meine Anschlussheilbehandlung auf der Insel Föhr genehmigt worden, darauf freue ich mich schon sehr. Los geht dies wahrscheinlich Mitte bis Ende November, so bin ich sicher kurz vor Weihnachten wieder zu Hause. Die ersten Kontrolluntersuchungen habe ich Mitte Januar, bis dahin heißt es relaxen, Energie tanken und den Körper und Geist regenerieren.

Ich bedanke mich sehr für Eure positive Unterstützung, die vielen Rückmeldungen, die kleinen Gesten der Unterstützung, einfach für alles. Ihr seid spitze!

Freitag, 20. September 2019

Tag 88

Tag 88


Ich habe bei der Bestrahlung und Chemotherapie die Halbzeit erreicht! 

Nachdem ich für den ersten Blog der Chemotherapie stationär aufgenommen war, hatte ich die letzten zwei Wochen der Bestrahlung ambulante Termine. Dafür werde ich von Montag bis Samstag zuverlässig mit dem Fahrdienst gefahren. Diesen Service zahlt die Krankenkasse, die Zuzahlung mit 5 € pro Fahrt (also 10 €/Tag) ist aber ganz schön happig.

Die Bestrahlung vertrage ich relativ gut. Am Anfang der Bestrahlung schmeckte alles nach Seife. Nachdem ich zu Beginn der Bestrahlung immer Eisbonbons gelutscht hatte, hörte ich damit inzwischen auf. Es bereitete mir einen extremen Geschmack nach verbrannten. Dies habe ich zum Glück nicht mehr. Aktuell schmeckt alles nach dem Mundwasser, welches ich zum Spülen nutze.

Ich esse alles, habe eher Probleme mit dem Mundgefühl der Speisen. Süße Speisen ekeln mich komplett, auch alles was die Konsistenz von Quark, Joghurt usw. hat. Im Gegensatz dazu verursachte schon der Geruch von Rührei über 30 Jahre Übelkeit, es ist jetzt mein absolutes Lieblingsfrühstück.

FortimelUm mein Gewicht zu halten, nehme ich tägl. eine zusätzliche Flasche an Zusatznahrung zu mir. Dabei habe ich mich für die Firma Nutricia entschieden, dies hatte weniger mit der Zusammensetzung der Speisen zu tun, sondern mit dem Auftreten der Mitarbeiterin im Krankenhaus.  Da die Zusatznahrung und auch die Wundversorgung ein großer Markt ist, versuchen viele Firmen, diese Aufträge zu bekommen. Dies geht so weit, dass die Außendienstmitarbeiterinnen im Krankenschwesterkleidung aufs Zimmer kommen, sich als Ernährungsberater vorstellen und sich nicht als externe Mitarbeiter zu erkennen geben.

Eine keine Flasche hat 320 kcal, dies hilft mir, mein Gewicht über 70 kg zu halten.Da ich nichts schmecke, ist mir die Geschmacksrichtung komplett egal.


Krankenkasse Magensonde

Einen besonderen Tag hat mir meine Krankenkasse bereitet. Vom Krankenhaus bekam ich die Empfehlung, den Verband meiner Magensonde dreimal wöchentlich zu wechseln. Da ich dies selber nicht sehe, hat mir meine Hausärztin eine Verordnung für einen Pflegedienst verschrieben. Nach etwa zwei Wochen bekam ich eine Mail von der Krankenkasse, dass sie die Kosten nicht weiter übernehmen können, da dies in Eigenleistung gewechselt werden kann. Meine Hausärztin ging sachlich in Widerspruch, jetzt darf der Pflegedienst zweimal pro Woche den Verband wechseln. Täglich kommen die Schwestern aber weiterhin für das Spritzen.

Rehakur

Das Krankenhaus, in welchem ich behandelt werde, übernimmt auch das Management der Anschlussheilbehandlungen. Dazu zählt auch die Beantragung der Rehakur. Ich hatte mir eine Kureinrichtung an der Ostsee ausgesucht, leider haben Sie die Behandlung von Mandelkrebs nicht mehr im Portfolio. So hat mir die Rentenversicherung eine Rehakur in Kreischa genehmigt. Da dies doch relativ weit von der See entfernt ist, habe ich erst einmal Widerspruch eingelegt und hoffe auf eine andere Kurklinik. Ich bin gespannt, wie dieser Einspruch entschieden wird.

Sport 

Ich versuche weiterhin täglich Sport zu treiben, höre dabei auf meinen Körper und habe sowohl die Intensität wie auch den Umfang stark zurück gefahren. Ich merke aber, dass es mir gut tut, mich zu bewegen und  die Muskeln weiterhin etwas aufzubauen.

So sind seit dem letzten Blogbeitrag folgende Aktivitäten dazugekommen:


Aktivität Strecke Zeit
8x Running 76,7 km 07:34:08
9x Biking 58,1 km 05:18:11
3x Gymnastics 01:53:18
1x Kraftsport 17:35
2x Volleyball 03:01:55

Danke 

Ich kann mich bei allen immer wieder nur für die Unterstützung, die mutmachenden Worte und Zeilen bedanken! Besonders bedanken möchte ich mich natürlich bei meiner Familie, die derzeit sehr viele eigenen Interessen zurücksteckt, damit sie mich 24/7 unterstützt. Des Weiteren Danke an Jana Bina, die mich auch in der vergangenen Zeit mit Wort und Ratschlag sehr unterstützt. Ich bin mir sicher, dass es ohne diese Unterstützung nicht so gut laufen würde.

Dienstag, 3. September 2019

Tag 71

Die erste Woche der Chemotherapie und Bestrahlung liegen hinter mir. Diese Woche war ich stationär im Krankenhaus in Zwickau untergebracht. Dabei war ich bereits in der Vorwoche am Freitag eingezogen, konnte nach den Voruntersuchungen zu meinem ersten Urlaub wieder nach Hause.

So konnte ich noch einen schönen Tag mit Freunden und Familie verbringen, wir unternahmen bei schönem Wetter noch einen Fahrradausflug.

Chemotherapie und Bestrahlung


Venenzugang, ChemotherapieRichtig los ging es dann am Montag. Ich musste relativ lange warten, bis mir der Venenzugang für die Chemotherapie gelegt wurde. Es war gar nicht so einfach, einen Zugang zu finden. Die Ärztin meinte, etwas außer Knochen und Muskeln würde die Sache vereinfachen. Der Zugang wurde unter örtlicher Betäubung gelegt und war nicht mal unangenehm.

Nachdem der Zugang gelegt war, ging es direkt los mit der Chemotherapie. Dabei wurden mir täglich erst rund 2 Liter Wasser über den Venenzugang in den Körper gepumpt, anschließend 0,5 Liter der Chemotherapie und danach wieder 2 Liter Wasser. Abgeschlossen ist die komplette Behandlung mit etwa 250 ml Salzwasser zum Spülen des Venenzugangs.


Bestrahlungsmaske, Krebs
Die Chemotherapie wurde nach der Zugabe der eigentlichen Medizin für die Bestrahlung unterbrochen. Dazu wurde ich mit meiner Maske lagegenau auf dem Behandlungstisch fixiert. Am Montag und am Donnerstag wurden Kontrollmessungen durchgeführt, dadurch dauerte die Behandlung etwa 20 Minuten, ansonsten ist nach 5 Minuten alles vorbei gewesen. Danach habe ich erst Eiswürfelbonbons aus Salbeitee gelutscht, anschließend meine Mundlösungen für den Erhalt der Mundschleimhäute gespült.


Diagramm Gewicht
Gewicht
Durch das viele Wasser, welches ich in mich hineingepumpt wurde, schwemmte mein Körper unheimlich auf. Damit die Wasserablagerungen nicht zu viel wurden, bekam ich ab dem zweiten Behandlungstag täglich eine Thrombose Spritze. Die wirkte relativ gut, musste dann aber bis zu 18 mal täglich auf  Toilette.

Weiterhin versuchte ich mit Yoga ähnlichen Übungen, das Wasser aus den Armen und Beinen zurücklaufen zu lassen. Das hat gut funktioniert.

Die erste Woche habe ich ohne  großartige Einschränkungen, ohne Übelkeit und ähnlichen überstanden. Ich bin froh, dass es mir so gut geht.

Checkliste

Meine Checkliste zur Medikamenteneinnahme führe ich fort und aktualisiere sie ständig. Danke an dieser Stelle an meine Heilpraktikerin Jana Bina! Ich bin mir sicher, dass ich durch Ihre Ratschläge und die Kombination mit klassischer Medizin so gut durch die erste Woche gekommen bin.

Ein Punkt meiner Checkliste hat mich relativ lange beschäftigt. Zum Florieren der Zähne habe ich eine Kunststoffschiene bekommen, die soll ich jeden Abend für 5 Minuten mit Elmex Gelee füllen. Dabei muss aufgepasst werden, dass nur die Zähne mit dem Gelee benetzt werden. Praktisch hat mich dies etwas Zeit gekostet, wie ich die Paste so in die Schiene bringe. Irgendwo im Netz fand ich eine Idee, mit welcher das Gelee mittels Wattestäbchen aufgetragen werden. Diese Variante war mir zu ungenau und auch auf Dauer zu teuer. Nun habe ich eine Variante entwickelt, mit der ich das Elmex Gelee in eine Spritze umfülle und damit die Schiene benetze. Bei Interesse kann ich davon gerne ein Video erstellen, bin aber auch auf Rückmeldung von anderen betroffenen gespannt, welche guten Varianten es gibt.

Sport

An den Tagen, an denen der Venenzugang gelegt bzw. wieder gezogen wurde, empfahl man mir, keinen Sport zu treiben. Natürlich habe ich mich daran gehalten. An den Tagen dazwischen habe ich abwechselnd Ausdauersport und etwas Kraftsport getrieben. Natürlich ging ich es ganz ruhig an, ich merke aber, dass es mir guttut mich aufzuraffen und mich zu bewegen.

Ich will das durchhalten!

Gerne könnt ihr bei Runalyze meine Aktivitäten anschauen oder mir bei Strava folgen, um meine Aktivitäten zu verfolgen! Nachdem Runtastic sich auf  mobile Aktivitäten eingeschränkt hat, habe ich meinen Account nach 7 Jahren gelöscht.

Krankenkasse/Lohnfortzahlung

Etwas schwierig gestaltet sich das Thema Geld. Mehrere Nachfragen bei der Krankenkasse ergaben immer wieder neue Zahlungstermine für die Lohnfortzahlung nach den 6 Wochen. Erst teilte man mir mit, dass es bis zum letzten Tag der aktuellen Krankschreibung im Voraus gezahlt wird. Diese Aussage war jedoch nicht richtig. Gezahlt wird das Krankengeld, wenn ich zu meinem Arzt gehe, um meinen Krankenschein verlängern zu lassen, bis zu dem Tag, wo ich beim Arzt bin.

Also erfolgt die Zahlung rückwirkend! Das ist neben der ganzen Zuzahlung zu den verschiedenen Medikamenten, Fahrten usw. ein großer Kostenblock, den es zu Bedenken gibt.



Wie immer möchte ich mich bei Euch für die vielfältigen Wünsche bedanken. Sie helfen mir wirklich sehr, durch diese Zeit zu kommen.

Besonderer Dank geht an meine Familie und wie immer an Jana Bina, die mir mit Rat und Tipps extrem hilft und mir auch zwischendrin mental gut die Richtung weißt. 



Donnerstag, 22. August 2019

Tag 59

Morgen beginnt der nächste stationäre Klinikaufenthalt und damit beginnt die Kombitherapie mit:
  • 33 x Bestrahlungen jeweils Montag - Samstag
  • 10 x Chemotherapie jeweils Montag-Freitag in der ersten und fünften Woche der Bestrahlung
Während die Bestrahlungen ambulant erfolgen, werde ich bei der Chemotherapie stationär behandelt. Das hängt unter anderem mit der enormen Wasseraufnahme zusammen, die vor und nach der Chemo notwendig ist, um Nierenschäden zu vermeiden.

Die vergangene Zeit habe ich genutzt, um mich von den Operationen zu erholen, die Kombitherapie vorzubereiten und auch Zeit mit der Familie zu verbringen.

Ich bin froh, dass es mir gut geht, alle Wunden verheilt sind und ich derzeit keine Schmerzen und großen Einschränkungen habe.

Detailliert sah das so aus:

Verheilung Magensonde


Nach etwa 7 bis 10 Tagen merkte ich die Sonde im täglichen Ablauf gar nicht mehr. Jeden Abend spüle ich diese mit lauwarmen Wasser. Am ersten Tag war das Wasser kalt, das war nicht toll. Aber das sagt einem ja keiner...

Da der Bereich schlecht einsehbar ist, kommt nun ein Pflegedienst, verbindet die Eintrittstelle drei mal wöchentlich und dreht die Sonde einmal in der Woche, damit diese im Magenbereich nicht festwächst. Das bereitet keine Schmerzen.

Die Ärzte meinen, dass rund 98 % aller Patienten, die im Halsbereich die Kombitherapie bekommen, die Sonde dann benötigen. Ich hoffe, das ich zu den 2% gehöre, die sie nicht brauchen, wenn doch, gibt es mit Sicherheit schlimmeres. Auf jeden Fall habe ich dann alles mir bekannte und als sinnvoll erscheinente gegeben, damit die Schleimhäute halbwegs intakt bleiben und ich weiter schlucken kann.

Pyhsiotherapie / Krafttraining


Durch die Operation im Halsbereich kam es zu einer starken Beeinträchtigung des Bewegungsradius besonders des linken Arms. Anfangs wurde die mit Dehnen und Massagen ausgeglichen. Dies erweiterte die Flexibilität wesentlich. Nach einigen Anwendungen bekam ich zu den Einheiten noch Hausaufgaben in Form diverser Übungen auf, fortan trainierte ich zweimal täglich und ich konnte weitere Verbesserungen spüren. Die Muskeln sehen optisch immer noch sehr unterschiedlich aus und die Einschränkungen bestehen noch.

Diese Behandlung musste ich nach Anfertigung der Maske für die Bestrahlung abbrechen, da bleibt für den Reha-Zeitraum eine größere Baustelle.

Bestrahlungsmaske


Für die Bestrahlungen im Halsbereich ist eine individuelle Maske angefertigt worden. Diese Maske ermöglicht die exakte und wiederholgenaue Lagerung während der Bestrahlung.

Hergestellt wird sie aus einer speziellen Plastikfolie, die wenige Millimeter dünn ist. Diese Plastikfolie wurde in einem heißen Wasserbad flexibel gemacht. Als ich bequem  auf dem Tisch des CT lag, ist das weiche und heiße Maskenmaterial über meinen Kopf-  Hals- Brustbereich  gelegt und an die Form des Kopfes und des Halses angepasst worden. Solange das Maskenmaterial heiß ist, kann es sehr gut modelliert werden. Da mich die nette Mitarbeiterin vorher wirklich gut informierte, war das heiße Netz aber kein Problem. Durch die Netzstruktur kann man auch weiterhin seine Umwelt sehen und alle Markierungen wurden auf der Maske angebracht. Dadurch kann ich auch weiterhin duschen.

Während die Maske erkaltete, begann schon das Planungs-Computertomogramm. Das wurde schon in der gleichen Lagerung mit fixierten Hals und Kopf angefertigt und dauerte wenige Minuten. Die Daten dieser Untersuchung wurden direkt an den Planungsrechner übermittelt, deshalb können Ihre diagnostischen CTs hier nicht verwendet werden. Au diesem Computertomogram erstellen die Spezialisten nun meinen detaillierten Bestrahlungsplan.

Nachdem die Untersuchungen abgeschlossen waren, ist die erkaltete Maske gelöst worden und ich konnte mich herausschälen.

Diese Maske werde ich in den nächsten knapp 6 Wochen jeden Werktag zu den Bestrahlungen tragen, sie hilft mit, dass nur von Krebszellen betroffene Bereiche getroffen werden.

Sport


Ich denke, dass in der kommenden Zeit, in der es eventuell mir nicht mehr ganz so gut geht, nicht etwa Fett abgebaut wird, sondern eher Muskeln. Aus diesem Grund versuche ich, weiter aktiv zu sein. Derzeit ist dies Reha-Sport mit sehr eingeschränktem Umfang und Intensität.

Dabei wechseln Ausdauer und Krafteinheiten sich täglich ab. Um etwas beweglicher zu werden, nutze ich im Fitness-Studio einen der angebotenen Yoga-Kurse.

Ernährung der letzten zwei Wochen

Weiterhin ernähre ich mich  nahezu vegetarisch und Kohlenhydrat reduziert. Dabei ist meine Ernährung weiter energiereich mit vielen pflanzlichen Fetten (Nüsse, Samen, Kerne). Weißzucker  und Weißmehl werden weiterhin möglichst vermieden. Das Mehl mahle ich selber und das Brot wird selbst gebacken. Inzwischen traue ich mich sowohl am Herd wie auch beim Brot backen schon an kompliziertere Gerichte, so ist auf dem Bild mein erstes Sauerteigbrot.

Wo immer es geht, werden unverarbeitete und regionale Lebensmittel verwendet.

Sonstiges


Mit meiner Checkliste habe ich gute Erfahrungen gemacht, ich gehe sie regelmäßig zu jeder Mahlzeit durch und versuche eine akribische Abarbeitung einzuhalten. Dabei kommen doch inzwischen erhebliche Kosten zusammen, die nur teilweise von der Krankenkasse übernommen werden.

Ein haarsträubendes Beispiel ist meine Zahnschiene, die ich zur Prophylaxe benutze. Diese Schienen werden von der Krankenkasse finanziert. Jeden Abend werden diese Schienen mit Elmex-Gelee bestrichen, damit nur die Zähne fluoriert werden. Die Paste wird nicht von der Krankenkasse übernommen.

Nachdem ich mich gefragt habe, wie ich die Paste in die Schiene bekomme, dass nur die Zähne benetzt werden und nicht das Zahnfleisch, habe ich mich doch im Internet einmal informiert. Am besten hat mir die Variante mit den Wattestäbchen gefallen, mit denen normalerweise die Ohren ausgeputzt werden. Damit funktioniert das gut.

Wie immer möchte ich mich bei Euch für die vielfältigen Wünsche bedanken. Sie helfen mir wirklich sehr, durch diese Zeit zu kommen.

Besonderer Dank geht an Jana Bina, die mir mit Rat und Tipps extrem hilft.

Freitag, 2. August 2019

Tag 39

Diese Woche hatte ich ein sehr intensives und zielführendes Gespräch mit einer befreundeten Heilpraktikerin und ihrem Mann, welcher Ernährungsberater ist. Etliche Ratschläge, die zur Begleitung der Kombitherapie nützlich sind, habe ich  bekommen. Viele werde ich bestimmt annehmen und umsetzen. Das Gespräch und auch die Ratschläge haben mir gut getan, ich kann nur jedem empfehlen,mehrere seriöse Meinungen vor einer so einschneidenden Lebensphase einzuholen.


Gestern war dann endlich das Erstgespräch zur Kombitherapie. Schön war, wie viel Zeit sich die Ärztin für alle unsere Fragen nahm und wie gut sie alles erklärte. Dabei habe ich über die zusätzlichen Maßnahmen und einzunehmenden Mitteln die meine Heilpraktikerin empfohlen hat, mir Ihr gesprochen. Dabei geht es um Selen, zusätzliche Enzyme, Mittel für die Unterstützung der Nieren und der Leber sowie zusätzliche Vitamine. Daneben gibt es viele weitere gute Tipps, wie bestimmte basische (Fuss-)Bäder. Um die Folgen der Bestrahlung im Schleimhautbereich zu verhindern hat sie mir unter anderem empfohlen, aus Heilkräutern einen Tee zu kochen, diesen dann zu gefrieren und sofort im Anschluss an die Bestrahlung zu lutschen.


Dabei geht es mir mit den begleitenden Maßnahmen primär nicht um den Heilungsprozess, sondern darum, die Kombitherapie gut zu überstehen.
 
Die Ärztin der Strahlenklinik hat alle diese Vorschläge überprüft, für gut empfunden und befürwortet. Damit dies alles in den normalen Tagesplan passt, habe ich mir je eine Liste geschrieben. Für weitere Tipps bin ich natürlich jederzeit offen, ich weigere mich bis jetzt, Erfahrungsberichte, die ja meistens negativ sind, im Netz zu lesen.

Für meine Therapie haben die Experten jetzt 33 Bestrahlungen und 10 Chemotherapien ermittelt. Die Bestrahlungen gehen immer von Montag bis Samstag, Sonntag habe ich frei.  Begleitet werden diese Bestrahlungen in der ersten und fünften Woche mit der Chemotherapie, welche ich stationär verabreicht bekomme.


Ich finde es belastend, wie lange sich der Prozess bis zum Start der Therapie hinzieht. Da aber viele Fachbereiche sich dabei abstimmen, ist dies wohl unerlässlich. Ebenso müssen dieinneren und auch die äußeren Wunden erst abheilen, bevor sie bestrahlt werden. Die Therapie baut sich folgendermaßen auf (Endlich mal wieder ein Terminplan 😅):



Aktuell liege ich nach dem Einbringen der Magensonde einen Tag im Krankenhaus. Man befürchtet, dass durch die Bestrahlung die Schleimhäute zu stark angegriffen werden und ich dann nichts mehr schlucken kann. Um dann reagieren zu können, wurde mir die PEG Sonde eingebracht.



Ernährung

Obwohl ich schon seit Jahren mich gesund ernähre, habe ich jetzt noch etwas nachjustiert. So ernähre ich mich jetzt kohlenhydratarmer.  Dazu ist der Rohkost- und Bitterstoffanteil in meinem Essen angestiegen, um die Vitalstoffzufuhr zu erhöhen. Außerdem verzichte ich weiter auf rotes Fleisch (Schwein, Kuh, Katze, Hund) und Wurst. Weißes Fleisch wie Geflügel und Fisch stehen moderat auf meinem Speiseplan.

Nach Möglichkeit versuche ich, raffinierten Zucker und Weißmehl zu vermeiden. Das hat zur Folge, dass ich viele neue Rezepte ausprobiere und in der Küche zugange bin. Als Nächstes steht die Anschaffung einer Mühle/Flockenquetsche an, um das Vollkornmehl selber zu mahlen und die Haferflocken selber zu pressen. So bleiben alle Vitalstoffe der Getreide vorhanden und ich habe richtiges Vollkornmehl ohne die übliche thermische Behandlung, die viele Vitamine, Enzyme usw. abtöten.

Sport


Weil ich denke, dass krankheitsbedingt eher Muskelmasse als wie 😛 Fett verbrennt, dehne ich mich nahezu täglich und tue abwechselnd für die Ausdauer wie für die Kraft etwas. Dabei bin ich durch meinen zunehmenden Gewichtsverlust (derzeit 73 kg) mit der Intensität und dem Umfang stark zurückgegangen.  Ich schaffe es täglich,mich zu bewegen und Sport zu treiben. Als maximale Strecke laufe ich derzeit 10 Kilometer.

Noch ein letzter Tipp, geht zu den Vorsorgeuntersuchungen! Nur dadurch hat man das Karzinom relativ früh bemerkt!

Wie immer kann ich mich nur für all die Wünsche, Ratschläge und Hilfe bedanken! Sie hilft mir wirklich sehr, mit viel Kraft und Zuversicht die nächste Etappe in Angriff zu nehmen.



Freitag, 19. Juli 2019

Tag 25

Das Abschlussgespräch nach der Karzinomentfernung und zum weiteren Therapieplan liegt nun hinter mir.

Weiterer Verlauf

Der Plan ist, Anfang August mit der kombinierten Chemo- und Bestrahlungstherapie zu beginnen. Alle Details dazu erfahre ich erst am 01. August, da habe ich mir von dem Abschlussgespräch deutlich mehr erhofft. Gut konnte mir der Arzt erklären, dass alle 5 Gewebeproben der rechten Seite tumorfrei sind. Mein Tumor auf der linken Seite hatte eine Größe von 2,9 cm, alle Lymphknoten im oberen Halsbereich sind nicht in Ordnung, zur Lunge hin wird dies besser. Im unteren Halsbereich sind die Knoten wieder ok.

Da es durch die Bestrahlung zu einer Schädigung der Schleimhäute kommen kann, wird die Ernährungsaufnahme unter Umständen schwierig. Um dem vorzubeugen, ist mir empfohlen worden, eine Magensonde einzuoperieren. Ich gebe alles und gehe davon aus, dass ich sie nicht benötige. Das Wissen, dass die Möglichkeit der künstlichen Ernährung vorhanden ist, wird mir Mut geben, etwas sorgenfreier in die Therapie zu gehen. Ich werde versuchen, mich weiter vollwertig selber zu ernähren. 

Derzeitiger Stand

Die Ärzte sind mit dem Verlauf des Heilungsprozesses mehr als zufrieden. Verbände und Pflaster werden nicht mehr benötigt. In etwa 10 Tagen kann moderat Sport durchgeführt werden. Alle Fäden sind gezogen, damit die Narben weiterhin gut verheilen, werden diese nun mit einer Creme behandelt. Etwas mehr ärgert mich mein Rachen, durch die Fäden, die sich auflösen, habe ich immer wieder starke nervende Hustenanfälle. Ich habe aber das Gefühl, dass es mit zunehmender Zeit besser wird. Äußerlich nicht zu sehen aber sehr unangenehm ist ein Taubheitsgefühl/Kribbeln im unteren Kinnbereich und eine erst jetzt dazukommende Funktionseinschränkung der rechten Schulter. Gegen das Taubheitsgefühl versuche ich mit Massagen und Streicheleinheiten vorzugehen, gegen die Einschränkungen in der Schulter habe ich mit Dehnübungen angefangen.

Um die sozialen und finanzielle Einschränkungen gering zu halten, ist als erster Schritt der Schwerbehindertenantrag gestellt. Dazu riet mir die HNO-Ärztin. Umfangreiches und seriöses Informationsmaterial zu allen möglichen Themen konnte ich bei der Krebshilfe bekommen. Eventuell werde ich nächste Woche noch einen Termin bei der Krebsberatung in Zwickau wahrnehmen.

Da in Sachsen derzeit Ferien sind und mein Pubertier in dieser Woche zu Hause war, kam ich in den Genuss einer sehr guten Verpflegung 🥰.

Sport

Die Empfehlung der Ärzte wird tapfer eingehalten, bis kommende Woche Mittwoch werde ich nicht laufen. Inzwischen ist das Wandern zu einem täglichen Ritual geworden. Dabei begleitet mich manchmal meine Frau. So schaffe ich es derzeit, täglich mindestens 10000 Schritte zurückzulegen. Details dazu findet ihr bei den unterschiedlichen Portalen, gern könnt Ihr Euch da mit mir verbinden. Falls du einen kompletten Überblick möchtest, folge mir bei Strava, Runtastic oder Runalyze. Wie auf der rechten Seite zu sehen ist, poste ich häufig meine Aktivitäten auf den allgemeinen sozialen Netzwerken.


Wie immer bleibt mir nur übrig, mich über die umfangreiche Unterstützung zu bedanken, Ihr seit der Wahnsinn!!!


Montag, 15. Juli 2019

Tag 22

Eine Woche ist seit meiner Operation vergangen, sowohl die Wunden im Rachenbereich wie auch die äußerlichen Nähte heilen sehr gut ab. Der mich untersuchende Arzt teilte mir mit, dass die Wunde im Hals in ca. 10 Tagen nahezu komplett verheilt sind. Heute hat man angefangen, die Fäden an den Wunden zu ziehen, dabei wird nur jede zweite entfernt. Morgen ist dann der Rest dran. Da die Drainagen inzwischen gezogen sind, kam es zu einem anschwellen im Halsbereich, das sorgte für einen unangenehmen Reizhusten. Ich versuche mit natürlichen Heilmitteln eine Verbesserung zu bekommen.

Nachdem es am Anfang vorzugsweise Spargelcremesuppe gab, steigerte es sich in kurzer Zeit über Weißbrot ohne Rinde mit Quark zu einer normalen Nahrung. Dabei passe ich auf, dass es kleine Bissen sind, die gut durchgekaut sind. Dies ist eine enorme Umstellung in meinem Essverhalten. Überraschenderweise macht mir das Trinken in kleinen Schlucken mehr Probleme als das Essen.






leckere Spargelcremesuppe
Weißbrot ohne Rinde
Schokopudding mit Banane
Ravioli, die erste feste Nahrung!

Sport ist verboten und durch die Wunden noch nicht möglich. Um nicht ganz einzurosten, baue ich täglich eine kleine Wanderungen in meinen Alltag ein. Glücklicherweise liegt das Zwickauer Krankenhaus am Rande des Stadtwaldes. So kann ich kleine Runde immer wieder risikolos drehen.




Zwickauer Stadtwald
Wanderungen im Krankenhaus

Die Ergebnisse der Gewebeanalysen sind eingetroffen. Sie sind nicht ganz so gut wie der bisherige Heilungsfortschritt. Ich werde weiterbehandelt. Dazu beratschlagen sich morgen die Fachärzte der HNO-Station mit den Spezialisten des Tumorzentrums, ob es eine Bestrahlung und/oder Chemotherapie geben wird. Die erforderlichen Voruntersuchungen an den Zähnen und den Ohren sind positiv durchgeführt worden. Mit der Therapieempfehlung werde ich dann am Mittwoch entlassen.

Gestern Abend hatte ich überraschend Besuch von einer ehemaligen Schulfreundin, sie hat sich unter anderem auf die Begleitung krebskranker Menschen spezialisiert. Das hat mich sehr gefreut, dadurch bekam ich viele wertvolle Informationen und ich freue mich auf die gemeinsame Zeit mit Ihr.

Danke für den Daumen drücken, für alle unterstützenden Nachrichten auf allen möglichen und unmöglichen Kanälen.


Mittwoch, 10. Juli 2019

Tag 17

Vorgestern wurde ich operiert. Zur Vorbereitung dazu bin ich am Sonntagabend in das Krankenhaus eingezogen, ich konnte gut schlafen. Am Montag früh ging es dann für mich gegen 6 Uhr los. Neben der Morgenhygiene war es in erster Linie nochmal rasieren und dann das schicke Operationsoutfit anziehen.

7 Uhr wurde ich dann in den Vorbereitungsraum zur Operation gefahren, bekam dann eine Maske über den Mund und schlief friedlich ein.....

Donnerstag, 4. Juli 2019

Tag 11

Die Nachricht über meine Erkrankung ist inzwischen, so weit es möglich ist, von mir verdaut. Nachdem nun ein paar Tage vergangen sind und ich meine vorbereitenden Arztgespräche und Untersuchungen hatte, möchte ich ein paar Details beschreiben.

Ich möchte mich zuerst bei euch allen für die mutmachenden Nachrichten bedanken. Wer mich kennt, weiß, dass Diplomatie und ausführliches Gerede nicht meine Stärke sind. Lieber spreche ich alles direkt und unmissverständlich an, so handhabe ich das mit meiner Erkrankung und bin auch über direkte Fragen froh.

Freitag, 28. Juni 2019

Tag 5

Zu meiner Überraschung teilte man mir zur heutigen Visite mit, dass mein Befund eingetroffen ist. So habe ich nicht nur mein Abschlussgespräch, sondern gleich den Therapiestart.

Das Gespräch begann mit: „ Es tut mir leid, ihnen mitteilen zu müssen, dass sie Krebs haben ...".

Donnerstag, 27. Juni 2019

Tag 4

Heute hatte ich bei nach der morgendlichen Visite ein längeres Gespräch mit einem der Ärzte. Dabei sind auch wieder ein paar Fragen aufgekommen und eventuell ansatzweise geklärt worden.
Obwohl ich in das Krankenhaus gegangen bin, weil ich ein Geschwülst am Hals habe,ist mir ein Stück Mandel entnommen worden. Diese sieht nach Ansicht der Ärzte seltsam aus. Die pathologische Feingewebeprobe wird dann nächste Woche fertig sein. Nach der Meinung vom Doc sind es drei Optionen, die dann möglich sind:
  • Entzündung und krankhafte Veränderung der Lymphknoten
  • raumgreifendes Gewebe (gutartig)
  • raumgreifendes Gewerbe (bösartig)
Ich gehe davon aus, das es ein gutartiger Tumor ist. Erstens macht mich das nicht so verrückt, zweitens sind bei meinen zahlreichen Blutuntersuchungen nie Auffälligkeiten aufgetreten. Beruhigt bin ich, dass man in meiner Lunge beim CT nichts gefunden hat.

Ernährung

Durch die gut verheilende Wunde hoffte ich, dass ich heute schon wieder normal essen kann. Leider sahen das die Schwestern etwas anderes und ich bekam noch einmal Sonderkost. Zum Frühstück gab es Toastbrot mit Kräuterquark und einen Schokopudding. Das Mittagessen bestand aus Kartoffelbrei mit Soße. Von meinem leckeren Abendessen habe ich wieder ein Bild gemacht. Ich hoffe, dass nicht zu viel Neid aufkommt.


Sonstiges

Mit unserem Pubertier haben wir heute auch Therapie, deswegen werden wir uns alle gegen 16 Uhr in der Cafeteria treffen, irgendwie war ich in diesem Jahr in keinem Kaffee mehr als in diesem.
Sport habe ich wie immer donnerstags nicht gemacht, auf 10000 Schritte habe ich es aber trotzdem geschafft.

Vielen Dank fürs lesen,an mich denken und die zahlreichen Wünsche, die ich überall bekomme.

Mittwoch, 26. Juni 2019

Tag 3

Heute war Tag der Ruhe und Heilung angesagt. Früh zeitig war die Visite, bei der ich diverse Fragen beantwortet bekam. Ich bin gespannt, wie sich das alles weiter entwickelt, mache mich aber nicht verrückt, da ich nichts ändern kann und den Ärzten hier voll vertraue. Bis Freitag ist die Wunde im Hals so weit abgeheilt, dass ich nach Hause gehen kann, nächste Woche soll dann der Befund der Gewebeprobe vorliegen, dann entscheidet sich, wie es weitergeht.

Der Chefarzt meinte, das moderates Training möglich ist. Da ich keine Probleme mit der Wunde habe, keine Blutungen spüre und genügend Luft bekomme, setzte ich das heute sofort mit einer Wanderung und anschließenden Treppentraining um.

Bei der Wanderung durch den Stadtwald und den Wegen dahin konnte ich gut Kirchen stehlen...



Details zu der Wanderung und zum Treppensteigen gibt es natürlich hier:





Angst vor einer Gewichtszunahme muss ich bei dem geringen Training nicht haben, wie man auf den Bildern ganz gut erkennen kann...







Danke fürs lesen, Mut machen und die Gedanken an mich!

Dienstag, 25. Juni 2019

Tag 2

Mein Tag begann mit der gestrigen Ansage, dass die heutige Operation/Untersuchung mit nüchternem Magen durchgeführt wird. Eine Uhrzeit war da noch nicht bekannt. Da ich meistens erst zum Mittag die erste Mahlzeit zu mir nehme, störte mich das eigentlich kaum.

Punkt 7 Uhr war ich beim CT, das hat ohne Warten funktioniert. Auch das zugesetzte Kontrastmittel bemerkte ich kaum. Zurück auf der Station erfuhr ich, dass meine Operation 13 Uhr geplant ist.

 Kurz vor Mittag zog ich mir meine vom Krankenhaus gestellte Kleidung an und wartete auf meinen Transport zur OP-Station.

Von dem Eingriff kann ich nichts berichten, nach Aussage des Chirurgen wurde mit einem Endoskop die Untersuchung durchgeführt und die Probe entnommen (siehe Bild unten). Gegen 15 Uhr wachte ich wieder auf. Die Schmerzen waren und sind dabei erträglich.



Gegen 18 Uhr bekam ich dann Besuch von der besten aller Frauen, kurz danach das Abendessen. Es gibt Wahlessen im Krankenhaus am Rande der Stadt, vormittags kommt eine Ernährungsberaterin, die den Essenswunsch aufnimmt und dazu berät.

Ich hatte Weißbrot ohne Rinde, ausdrücklich keine Butter und keine Wurst bestellt. Geliefert bekam ich:
  • normales Weißbrot (mit Rinde)
  • Leberwurst
  • Butter
Da ist sicherlich noch Verbesserungspotential vorhanden. Zusammen  mit meiner Frau war ich aber noch ein leckeres Eis essen.

Abgeschlossen habe ich meinen Tag mit einer kleinen Wanderung über 3 Kilometer..

Danke fürs lesen, die ganzen Glückwünsche und eure Nachrichten!